Komplizierte Verletzungen beim Pferd

Bei den Pferden treten schlecht heilende Wundenmeistens an den Gliedern auf. Zur Verletzung kommt es während des Ausritts, in einer Box oder auch aufgrund der Quetschung eines Gliedes. Am gefährdetsten sind die Stellen unter Kniegelenk und Karpalgelenk (Sprungbein, Fesselgelenk, Fessel). Nicht so schlimm sind Hufverletzungen durch einen Gegenstand, auf den das Pferd tritt.

Das Hauptproblem bei der Heilung der Beinverletzung bei Pferden ist ein sehr dünnes Unterhautgewebe. Unmittelbar unter der Haut befindet sich ein Knochen oder ein Gelenk. Aus diesem Grund neigt die Wunde zur Hypergranulation (Bildung einer übermäßigen Menge des Granulationsgewebes während der Entzündung) dies ist sehr unerwünscht. Oft muss das Hypergranulationsgewebe chirurgisch entfernt werden, wodurch erneut eine Wunde entsteht.

Kritisch sind besonders kleine, schlecht zu erkennende Verletzungen; aus ihnen können ernste Komplikationen entstehen.

Feuchte Wundheilung bei Pferden mit Anigran

Anigran ist ein Produkt, das die Hyaluronsäure mit dem Iodkomplex verbindet. Es wurde zur Behandlung von schlecht heilenden, chronischen, infizierten sowie akuten Wunden entwickelt.

Anigran gewährleistet die Befeuchtung der Wunden, stellt günstige Regenerationsbedingungen her und unterstützt aktiv die Heilung. Außerdem verhindert es die Bildung von hässlichen hypertrophen Narben, verkürzt die Behandlungszeit und unterdrückt die Bildung von Hypergranulationsgewebe. Ein weiterer Vorteil von Anigran besteht darin, dass das Tier nach der Behandlung nicht immer in einer trockenen Umgebung gehalten werden muss.

Hyaluronsäure verhindert aufgrund ihrer hohen Wasseraffinität das Eintrocknen des Verbands auf der Wunde und hält die unmittelbare Wundumgebung ausreichend feucht. Damit unterstützt sie die Lebensfähigkeit und die natürliche Bewegung von Zellen.

Iod, das dem Gel die typische Honigfarbe verleiht, verhindert Krankheitserreger in der Wunde. Der benutzte Iodkomplex wurde nicht mehr weiter modifiziert, um allergische Reaktionen zu verhindern. Damit ist bei den infizierten Wunden zu rechnen; das Iod aus der Wundabdeckung verflüchtigt sich innerhalb von 24 Stunden, dann muss der Verband gewechselt werden.

Die häufigsten Verletzungen bei Pferden

Tierärzte verwenden Anigran meistens bei der Behandlung von traumatischen Verletzungen bei Pferden. Zu den gefährlichsten Wunden gehören allgemein Risswunden oder Quetschwunden im unteren Bereich der Glieder (zwischen Huf und Sprung- oder Karpalgelenk); hier können wichtige Strukturen, wie z. B Sehnen und Sehnenscheiden beschädigt werden. Die meisten dort befindlichen Verletzungen heilen sehr schlecht und werden häufig infiziert. Anigran ist auch bei der Wundbehandlung von primären oder sekundären Narben geeignet.

Hufverletzung – Aufgrund eines Fremdkörpers (Nagel, Draht usw.) kann es zum Durchbruch des Hufes beim Pferd kommen. Der Huf bricht oder es entsteht nur eine kleine Wunde, die an der Oberfläche heilen kann, doch im Huf entsteht ein Abszess, der oft nach oben fortschreitet und durchbricht. Das Gel Anigran wird direkt in die Wunde aufgetragen; dadurch heilt die Wunde von der Mitte des Hufs nach außen. Dies verringert das Risiko der Entstehung eines anderen Abszesses; außerdem beschleunigt Anigran die Heilung beträchtlich.

Verletzungen am Karpalgelenk – Aufgrund von Schürfungen und weiteren möglichen Verletzungen entstehen sehr oft Wunden am Karpalgelenk bei Pferden. Diese Wunde ist sehr kompliziert, da es sich meistens um eine kreisförmige Wunde handelt, die sehr schlecht heilt. Die Wunde ist zudem aufgrund der Bewegung der Glieder sehr belastet; hierdurch wird das Zusammenwachsen des Gewebes beeinträchtigt und die Heilung wesentlich verlängert. Mit Anigran kommt es zur feuchten Heilung und die Wunde wird sowohl am Rand als auch von unten aus geheilt. Die Wunde wird wesentlich schneller geheilt und die Narbe bleibt klein. Sie ist an dieser Stelle sowohl unästhetisch als auch dünner als die Haut, wodurch sie wieder aufreißen kann.

Verletzung des Fesselgelenks – die Probleme bei der Verletzung des Fesselgelenks sind sehr ähnlich wie bei der Verletzung des Karpalgelenks.

Verletzung der Fessel – Zur Verletzung der Fessel kommt es meistens aufgrund von Schnitt- und Hiebwunden, die sich das Pferd in einer Box oder in einem Ausritt zuziehen kann. Die Wunde heilt hier sehr schlecht und neigt zur Bildung von Hypergranulationsgewebe; außerdem ist sie oft mondförmig, weshalb das Gewebe schlecht zusammenwächst. Mit Anigran wird die Hypergranulation begrenzt und die Wunde beginnt, von allen Seiten zusammenzuwachsen, ohne eine Kruste zu bilden.

Der Heilungsvorgang

Alle oben angeführten Fälle wurden mit dem Präparat Anigran geheilt.