Die bedeutendste und zugleich bekannteste Eigenschaft der Hyaluronsäure ist ihre Fähigkeit, Wasser zu binden. Sie kann jedoch viel mehr. Neben der Kosmetik wird Hyaluronsäure meistens bei der Behandlung von Gelenkerkrankungen und der Wundheilung angewendet.

Hyaluronan ist einer der zwei Hauptbestandteile der Gelenkflüssigkeit es verleiht dieser Flüssigkeit dem Kautschuk ähnliche physikalische Eigenschaften. Die Viskosität der Gelenkschmiere ist indirekt vom Wassergehalt abhängig. Je weniger Wasser darin enthalten ist, desto zäher ist sie. Dieser Effekt wird im Gelenk genutzt. Bei Druck auf das Gelenk wird Wasser herausgepresst, die Gelenkflüssigkeit wird eingedickt und der Druck wird gedämpft. Wichtig ist auch ihre analgetische Wirkung (Schmerzlinderung).

Behandlung von Gelenkproblemen bei Tieren

Hyaluronsäure (auch Hyaluronan, Natriumhyaluronat oder HA) ist ein Polysaccharid, das in der Regel in der Haut, den Augen, der Gelenkflüssigkeit und dem Knorpel vorkommt. Die Moleküle dieser Säure kann man sich als eine lange Kette vorstellen, deren Eigenschaften und Wirksamkeit im Organismus von der Länge (Molekülmasse) abhängig ist. Die langen Ketten der Hyaluronsäure sind körpereigen und rufen keine Entzündungsreaktionen hervor, sondern hemmen Entzündungen. Schon seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts wird sie aus diesem Grunde bei der Behandlung von arthritischen Erkrangungen sowie weiteren Gelenkerkrankungen bei Tieren (besonders bei Pferden und Hunden) angewendet. Anfangs wurde die Säure direkt in das betroffene Gelenk injiziert, vor allem als Ersatz von Kortikosteroiden. Problematisch war jedoch, dass es bei dieser Verabreichungsform in einem kleinen, jedoch nicht vernachlässigbaren Prozentsatz zur Infektion im Gelenk und u. U. zur Knorpelschädigung durch die Nadel kam. Deshalb wird seit den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts Hyaluronsäure intravenös verbreicht. Die wurde anfangs skeptisch betrachtet, jedoch hat eine wissenschaftliche Studie die Wirksamkeit der intravenösen Verabreichung nachgewiesen. Zum bedeutendsten und häufigsten angewendeten Arzneimittel mit diesem Wirkstoff wurde Bonharen.

Erst in der letzten Zeit hat sich erwiesen, dass bei Gelenkproblemen ein speziell angepasstes Hyaluronan auch oral verabreicht werden kann. Darauf basiert das Produkt Geloren aus der Reihe Active Pet Life für die Veterinärmedizin, das das hochwirksam Nutrihyl enthält. Es gewährleistet die maximale Wirksamkeit der Hyaluronsäure beim Passieren des Verdauungssystem.

Heilung von komplizierten Wunden

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Die Fähigkeit von Hyaluronan, Wasser zu binden und natürliche Heilungsprozesse zu unterstützen, wird besonders bei schlecht heilenden Wunden genutzt. Hyaluronsäure zieht das Wasser aus dem Gewebe um der Wunde aktiv an und transportiert dadurch heilungsfördernde Substanzen in das geschädigte Gewebe. Dadurch wird der natürliche Heilungsprozess wesentlich beschleunigt. Daneben beeinflusst HA die Ablagerung von Kollagen in der Haut und reduziert somit die Größe der Narben. Diese Fähigkeit ist besonders dort erwünscht, wo nach der Wundheilung die Elastizität der Haut erhalten werden muss zum Beispiel an den Fesselgelenken.

Sie findet auch Anwendung bei Augenproblemen oder bei Entzündung von Muskeln und Sehnen bei Pferden.

Weitere Informationen zur Hyaluronsäure und den Möglichkeiten ihrer Anwendung erhalten Sie auf der Seite des weltführenden Produzenten der Hyaluronsäure, dem Unternehmen Contipro aus der Tschechischen Republik.